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Die Kiefernplanken stammen aus Brennereien und Flugzeuganlagen - aufgearbeitet vermitteln sie Gebraucht-Charme. Foto: Deutsche Messe
02.02.2017, 22:00 Uhr

Natürlich und nachhaltig

Auf der Leitmesse Domotex wurden die Trends bei den Böden gezeigt

Die Zeit der großen Veränderungen bei den Bodenbelägen ist vorbei. So zumindest sieht es Industrie- und Produktdesigner Stefan Diez, Vorsitzender der Jury für den Innovationspreis der Bodenbelagmesse Domotex in Hannover. Stattdessen verändern nun kleinere Strömungen die Branche. Ein Überblick:

Natürlichkeit: „Das Thema Natur bleibt“, sagt die Trendanalystin Gabriela Kaiser. Das zeige sich einmal in der Farbgebung: Beige und Braun sind bei den Bodenbelägen häufig zu sehen, aber auch weiche Grüntöne. Daneben macht die Expertin Pastelle - vor allem bei Teppichböden - als wichtigen Farbakzent aus. Das Natürliche zeigt sich außerdem bei der Motivwahl für die Musterung der Teppiche, etwa indem Landschaftsbilder darauf kommen, erklärt Jochen Köckler, Vorstand der Deutschen Messe.

Eichenmüller GmbH & Co. KG
Raumgestaltung Bandorf
Verlegetechnik: Es werden nicht nur gerne verschiedene Hölzer zusammengefügt, sondern auch Fundhölzer integriert, etwa aus alten Fabriken oder Kirchen.

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Mehr Risse, mehr Narben, mehr Authentizität: Parkett aus der neuen Serie Unique von Terhürne. Foto: Terhürne
Designerböden: Elastische Bodenbeläge wie Vinyl, die etwa aussehen wie ein Parkett oder eine Fliese, setzen sich zunehmend am Markt durch. „Jedes Jahr wird es ein Stück perfekter“, sagt Diez. Außerdem sind sie robust und müssen nicht so intensiv gepflegt werden wie andere Bodenbeläge, fügt Diez hinzu. Aber: Die Designerböden sind nicht billig. Ihr Preis überlappt sich laut Diez mit dem der Echtholzböden.

Nachhaltigkeit: Besonders im höherpreisigen Segment versuchen Hersteller immer mehr, Schadstoffe aus den Belägen herauszuhalten und umweltfreundlicher zu produzieren, sagt Diez. Auch in diesem Punkt wird Nachhaltigkeit wichtiger. So werde in den Designerböden auf PVC verzichtet, für Teppiche kommen recycelte Fasern zum Einsatz. Dazu werden etwa auch Zeitungen und Lederreste verwebt, erklärt Kaiser. Oder das Parkett besteht eben aus Fundstücken alter Gebäude. Zum Thema Nachhaltigkeit gehört beim Parkett aber auch, dass heimische Hölzer bevorzugt werden. „Da erkennt man ganz klar den Trend, dass die Herkunft wichtig ist“, sagt Köckler. dpa/tmn

Der Fliesenleger Jürgen Conio
Busch & Brunner

Töne mit Gehalt

Die Zeit der grellen Farben im Wohnraum ist vorbei

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Ein Bad für Genießer: Die Sitzbank ist Bestandteil der Möbellinie Crono von Burgbad und verfügt über praktische Auszüge, die als Stauraum genutzt werden können. Fotos: AS Création, Burgbad
Badezimmer sollen zunehmend gemütlich als auch nutzerfreundlich sein und als Rückzugsorte vor der chaotischen Außenwelt schützen. Damit man sich zu jeder Zeit in ihnen vergraben und wohlfühlen kann, werden reduzierte Sanitärelemente mit klaren Linien häufig von Möbeln und Accessoires begleitet. Die Zutaten für den aktuellen Kuschellook sind dem Trendbericht der Sanitärwirtschaft zufolge: Ohrensessel, Sitzecke, jede Menge Kissen, Teppich, kleine Regale, Bilder und Sideboardleuchten.


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Wohnlicher Materialmix: Fliesen am Boden, Putz an der Wand und als Hingucker ein Tapeten-Paneel von AS Création.
Während 2015 die Einrichtungsfarben teilweise noch knallten, war auf der diesjährigen Möbelmesse IMM Cologne eine Rückbesinnung auf dezentere Töne zu erkennen. Der Wandel der Farben hat etwas mit einem Wandel der Wertigkeit zu tun, findet Farbexperte Prof. Axel Venn. Möbel und Wohnaccessoires in getrübten Tönen sehen im Gegensatz zu Knallfarben hochwertiger und teurer aus. Wer also in Produkte investieren will, die ein langes Leben haben sollen, greife eher zu dezenten Farben. „Das sind Töne mit Gehalt“, sagt der Wissenschaftler. Besonders die Jüngeren ziehe das an. „Das sind Farben, die man vererben kann. Orange vererbt man nicht.“ dpa/red

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