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08.11.2016, 18:00 Uhr

Die Wirbelsäule – das Rückgrat des Menschen

Rückenschmerzen können vielerlei Gründe haben

Eine Wirbelsäulenverletzung gehört auf jeden Fall in die Hände eines Spezialisten. Hier stellen wir Ihnen die häufigsten Wirbelsäulenverletzungen vor.

Spinalkanal-Einengung/-Stenose

Der Wirbelkanal ist eingeengt und damit das Rückenmark bzw. die spinale Nerven sind dabei gedrückt. Ursachen dafür können ein Bandscheibenvorfall, knöcherne Anbauten, Verdickung von Bändern, Arthrose, Tumore, Metastasen, Abszesse oder Knochenfragmente nach einem Bruch sein.
Behandelt wird die Stenose mit der chirurgischen bzw. mikrochirurgischen Erweiterung des Spinalkanals und der Beseitigung der Ursachen der Stenose und Entlastung der neuralen Strukturen.

Facettensyndrom/Spondylarthrosen

Abnutzung der Facettengelenke mit Arthrose bei der Segmentdegeneration und überbelastung der Wirbelgelenke. Behandelt wird durch die gezielte CT- bzw. Röngtengesteuerte Facettengelenksinfiltration bzw. Facettendenervation.Akute und chronische Schmerzpatienten mit Rückenschmerzen

Akute und chronische Schmerzpatienten mit Rückenschmerzen

Ursachen könnnen überbelastung, Zerrungen der Rückenmuskulatur oder degenerative Veränderungen der Wirbelsäule sein. Mittels multimodaler Schmerztherapie wird den Patienten sofort geholfen; die weitere Behandlung wird in enger Zusammenarbeit mehrerer Fachrichtungen abgestimmt und durchgeführt.
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Foto: Fotolia/ Sarah Ahrens


Bandscheibenvorfall (BSV)

Die Bandscheiben verlagern sich infolge von längere Belastung und Abnutzung in Richtung des Rückenmarkskanals oder der Nervenwurzel. Wenn noch keine Lähmungserscheinungen vorliegen und der Schmerzsyndrom rückläufig wird, kann der BSV konservativ behandelt werden, ansonsten ist eine Operation unumgänglich.

Wirbelgleiten/Spondylolisthesis

Zwei Ursachen sind möglich: angeborene Anlagestörungen mit so genannten Isthmus-Defekten oder erworbene verschleißbedingte Veränderungen. Wenn keine Lähmungen, gravierenden Beschwerden oder Instabilitäten vorliegen, ist eine konservative Behandlung möglich. Andernfalls muss operativ behandelt werden.

Skoliose/Kyphose
Angeborene Skoliosen (dreidimensionale Veränderungen/ Deformation der Wirbelsäule und der Wirbelkörper) und Kyphosen (Rundrücken) sollen im Wachstumsalter beobachtet werden, diese können mit dem Wachstumsschub sehr schnell im Ausmaß zunehmen. Mögliche Therapieformen umfassen Krankengymnastik, Atemtherapie und Korsettbehandlung. Eine korrigierende Operation ist bei fortgeschrittenen Deformationen, starken Schmerzen und Organbeeinträchtigungen notwendig.

Infektionen, Spondylodiszitis, Tumore und Metastasen

Bei Entzündungen, Abszessen, gutartigen und bösartigen Tumoren wird zunächst die Ursache diagnotiziert und behandelt und dann (in enger Zusammenarbeit mit den Ärzten der entsprechenden Fachrichtungen) die weitere Therapie angepasst.

Wirbelkörperbrüche und Kompressionsfrakturen

Die Ursachen hierfür sind Osteoporose, Metastasen oder direkte Traumata nach Unfällen. Die Therapie besteht in stabilisierenden operativen oder konservativen Eingriffen/maßnahmen und individuell angepasster Schmerztherapie